INTER Versicherungen ziehen Bilanz

INTER Versicherungen ziehen Bilanz

INTER Krankenversicherung bestätigt gutes Ergebnis des Vorjahres - INTER Lebensversicherung steigert deutlich den Gesamtüberschuss - INTER Allgemeine konzentriert sich auf ihr wachsendes Kerngeschäft

Trotz schwieriger wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen hat die INTER Versicherungsgruppe 2007 ein solides Geschäftsergebnis erreicht. So stieg die Bilanzsumme der INTER Gruppe um 169,6 Mio. € auf 6.953,6 Mio. € an. Der Mittelzufluss der Gruppe (gebuchte Bruttobeiträge + Spargeldeingang) stieg dabei um 4,3 % auf 990,4 Mio. € und damit stärker als der Marktdurchschnitt. Die Kapitalanlagen der INTER Versicherungsgruppe erhöhten sich um 5,1 % auf 4.365,3 Mio. €, darin nicht enthalten sind die Anlagen der Bausparkasse Mainz AG. Das Kapitalanlageergebnis legte um 16,2 Mio. € auf 175,5 Mio. € zu. Auch für 2008 erwartet die INTER ein Beitragsplus auf Branchenniveau. Weiter im Fokus: Das Programm INTER 2010, mit dem die Gruppe Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmensdynamik durch die Optimierung von Prozessen und Strukturen stärken wird.

Vorstandsvorsitzender Bernd Jansen fasst die aktuelle Situation im Markt zusammen: “Derzeit durchläuft die Versicherungsbranche eine Reihe tiefgreifender Veränderungen. Gründe hierfür sind verschärfte Anforderungen an die Kapitalausstattung aus Solvency II, Transparenzregelungen und gesetzliche Änderungen.”

Angesichts der anhaltenden öffentlichen Debatte um die Zukunft der privaten Krankenversicherung seien Marktteilnehmer und Kunden spürbar verunsichert. “Umso wichtiger ist es daher für uns als mittelständischer Versicherer, nicht nur die richtigen kaufmännischen Entscheidungen zu treffen, sondern vor allem auch unseren Kunden Transparenz und Orientierung zu geben”, so Jansen weiter.

Auch angesichts des hohen legislativen Veränderungsdrucks setzt er weiter auf den klaren Kundenfokus und die Spezialisierung des Hauses als berufsständischer Versicherer: “Wir sind nicht der Jedermann der Branche, sondern bieten maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden. Die Anforderungen von selbständigen Handwerkern, Freiberuflern, im Heilwesen und im öffentlichen Dienst unterschieden sich teils gravierend von denen anderer Berufsgruppen. Unsere Nähe zu diesen Kunden und unser Verständnis für ihre Situation wird auch in Zukunft die Stärke unserer Beratung sein.”

INTER 2010: Investitionen in Service, Abläufe, Strukturen und Vertrieb

Das solide Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres bilde dabei die Basis für eine weitreichende Dynamisierung der INTER, so Finanzvorstand Matthias Kreibich: “Wir werden für die gesamte INTER Versicherungsgruppe zusätzlich erhebli-che Anstrengungen unternehmen. An erster Stelle stehen dabei die Stärkung unserer Kundenorientierung und die Verbesserung unserer Services.” Andere Maßnahmen zielen darauf, die Effizienz der Geschäftsprozesse zu erhöhen und die Verwaltungskosten zu reduzieren. Kreibich weiter: „Im Vergleich zum Wettbewerb können wir uns in einigen Bereichen schlanker und effizienter aufstellen. Die gewonnenen Ressourcen geben uns die Möglichkeit, den Kundenfokus weiter zu stärken.”

Zusätzlich steht auch die gesellschaftsrechtliche Aufstellung auf dem Prüfstand: Mit einer neuen Gruppenstruktur wollen die INTER Versicherungen den Grundstein für eine substantielle Verbesserung ihrer Marktposition legen. Bisher sind die INTER Versicherungen als Gleichordnungskonzern organisiert. Dabei agieren die beiden Hauptgesellschaften – die INTER Krankenversicherung aG und die INTER Lebensversi-cherung aG – als rechtlich selbständige Unternehmen unter einheitlicher Leitung. Noch in diesem Jahr wird der gesamte Geschäftsbetrieb der INTER Lebensversicherung aG – derzeit ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, dessen Vereinsmitglieder die Versicherungsnehmer sind – auf die neu gegründete Aktiengesellschaft INTER Lebensversicherung AG übergehen. Diese ordnet sich im Konzern der dann als Dachverein bzw. Muttergesellschaft agierenden INTER Krankenversicherung aG unter.

Die Vorteile dieses Schrittes beschreibt der Vorstandvorsitzende Bernd Jansen: “Innerhalb der neuen Konzernstruktur profitieren künftig alle Konzerngesellschaften von der Kapitalkraft unserer Krankenversicherung. Investitionen in Wachstumsfelder werden deutlich erleichtert, gleichzeitig schaffen wir eine straffere Führung. ” Auch mit Blick auf Ratings und Rankings werden die Tochtergesellschaften von der starken Eigenkapitalausstattung der Mutter profitieren. Daneben bereitet sich die INTER mit der Strukturveränderung auch auf die europaweite Umsetzung von “Solvency II” vor. Diese für 2012 erwartete Richtlinie definiert u.a. die Grundsätze der Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen. Dabei muss ge-gebenenfalls die Anpassung der Kapitalausstattung einzelner Gesellschaften innerhalb einer Gruppe erfolgen. Dies wäre in den bisherigen Konzernstrukturen nicht möglich gewesen.

Die Umsetzung soll vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin im Spätsommer 2008 erfolgen. Der Vorstand der INTER Lebensversicherung AG wird mit dem des bisherigen VVaG identisch sein.

Den hohen legislativen Veränderungsdruck insbesondere im Bereich der privaten Krankenversicherungen begreift die INTER als Chance. Statt nur auf Kostensenkungen und die Verteidigung der Marktposition zu zielen, soll die Stellung am Markt kontinuierlich ausgebaut werden. Dabei setzt Vertriebsvorstand Jürgen M. Lukas vor allem auf den langfristigen Erfolg: “Der Ausbau einer effizienten und qualitativ hochwertigen Ausschließlichkeitsorganisation ist – neben den strategischen Partnerschaften und einer substantiellen Verbesserung unseres Maklerangebots – der Schlüssel zu einer starken und kundenorientierten Marke INTER.”

Die INTER investiert daher in die weitere Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch gezielte Schulungen sollen auch die Kompetenz und die Beratungsqualität der Vermittler weiter erhöht werden. Lukas weiter: “Damit gehen wir über die Anforderungen der EU-Vermittlerrichtlinie hinaus und werden den besonderen Anforderungen unserer Kunden gerecht.”

Konservative Anlagepolitik

Die INTER verfolgt unverändert ihre konservative Kapital-Anlagestrategie: Ziel ist dabei die Sicherung einer angemessenen und nachhaltigen Verzinsung des Kapitalanlagebestandes. Die Investitionen werden daher auch 2008 vor allem in langfristige Zinsträger fließen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Entwicklungen an den europäischen Zins- und Kreditmärkten. Entsprechend der Risikotragfähigkeit der unter dem Dach der INTER Versicherungsgruppe vereinten Gesellschaften werden dabei die Aktienquoten weiterhin zurückhal-tend gesteuert. Finanzvorstand Matthias Kreibich erläutert, dass diese werterhaltende Anlagestrategie die INTER vor den Auswirkungen der internationalen Finanzkrisen geschützt habe.

Der Vorstandsvorsitzende Bernd Jansen fasst zusammen: “Wir begreifen den Marktdruck und die Verschärfung des Wettbewerbs als Chance, unsere Stärken auszubauen. Gleichzeitig müssen wir aber auch unsere Hausaufgaben im Bereich der Organisationsoptimierung erledigen.” Die schnelle Umsetzung der bereits 2007 gestarteten internen Programme soll 2008 in wesentlichen Teilen abgeschlossen werden. “Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt: Kundenfokus, Service und Effizienz stehen dabei im Mittelpunkt – unsere Tradition bildet dafür den Rahmen.” Und: “Anfang 2009 beginnt die vielleicht härteste Phase in der Geschichte der PKV und wir sind – angesichts unseres ehrgeizigen Maßnahmenplans und der Unterstützung durch die Belegschaft – zuversichtlich, dass die INTER dabei ihre Marktposition stärken und ausbauen kann.”

Festigung der Marktposition der INTER Gruppe in 2008

Trotz eines für die Assekuranz schwierigen gesamtwirtschaft-ichen Umfelds erwartet die INTER Versicherungsgruppe für 2008 ein Beitragsplus auf Branchenniveau. Die INTER Versicherungsgruppe wird erhebliche Anstrengungen unternehmen, um den eingeleiteten Prozess der Kostensenkung forciert fortzusetzen. Auch im Jahr 2008 wird die INTER Versicherungsgruppe in langfristige Zinsträger zur Sicherung einer angemessenen und nachhaltigen laufenden Verzinsung des Kapitalanlagebestandes investieren. Die aktuellen Entwick-lungen an den europäischen Zins- und Kreditmärkten werden in diesem Zusammenhang mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Die Aktienquoten werden entsprechend der Risikotragfähigkeit der Gesellschaften dynamisch gesteuert.

INTER Krankenversicherung aG

Gutes Vorjahresergebnis bestätigt

Das Jahr 2007 stand ganz im Zeichen der Diskussion um die Gesundheitsreform. Die Neuregelungen wie die Einführung eines Basistarifs, der erschwerte Wechsel von der Gesetzlichen Krankenversicherung in die Private Krankenversicherung und die Portabilität der Alterungsrückstellungen stellen für die privaten Krankenversicherungsunternehmen eine große Herausforderung dar.

Trotz der weit verbreiteten Unsicherheit in der Bevölkerung über die Auswirkungen der Gesundheitsreform erfreuten sich die INTER Produkte weiterhin einer großen Nachfrage. Allein in der Krankheitskostenvollversicherung konnten brutto über 11.000 versicherte Personen hinzugewonnen werden. Der Gesamtbestand der INTER Kranken belief sich Ende des Geschäftsjahres 2007 auf 385.273 natürliche Personen. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisteten die sonstigen selbständigen Teilversicherungen, deren Anzahl netto um 4.385 Kun-den bzw. 4,1 % stieg. Einen spürbaren Anteil am Wachstum der sonstigen selbständigen Teilversicherungen hatten erneut die Kooperationen mit einer Reihe von Innungs- und Betriebskrankenkassen.

Die gebuchten Bruttobeiträge legten um 16,1 Mio. € auf 632,3 Mio. € zu. Dies entspricht einem Plus von 2,6 %.

Der Kapitalanlagebestand der INTER Kranken stieg im Geschäftsjahr 2007 um 8,6 % auf 2.917,0 Mio. €. Das Kapitalanlageergebnis betrug 117,6 Mio. €, die Nettoverzinsung lag bei 4,20 %.

Der Rohüberschuss konnte mit 53,0 Mio. € auf dem guten Niveau des Vorjahres gefestigt werden. Davon wurden der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 48,0 Mio. € und dem Eigenkapital 5,0 Mio. € zugeführt. Damit wurde das traditionell sehr hohe Eigenkapital der INTER Kranken weiter gestärkt und erreichte einen Wert von 142,0 Mio. €. Mit einer Eigenkapitalquote von 22,5 % ist die INTER Kranken sehr gut positioniert und steht auf einem finanziell grundsoliden Fundament. Die Überdeckung der Solvabilitätsspanne betrug 2007 rund 300 %.

Beitragsrückerstattung

Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit liegt mit bis zu sechs maßgeblichen Monatsbeiträgen deutlich über dem Marktdurchschnitt. Hiervon profitieren die Mitglieder der INTER Krankenversicherung auch in 2007.

INTER Lebensversicherung aG

Deutliche Steigerung des Gesamtüberschusses

Die Lebensversicherungsbranche steht vor großen Herausforderungen und vor großen Chancen. In der Geldvermögensbildung der privaten Haushalte dominiert weiterhin die kurzfristige Geldanlage. Dennoch sind die Chancen im Markt aufgrund des unverändert hohen Bedarfs an privater Altersversorgung für breite Teile der Bevölkerung vorhanden.

Die INTER Leben erzielte beim Neuzugang an eingelösten Versicherungsscheinen (laufender Beitrag für ein Jahr) ein Plus von 5,2 %. Wie in den Vorjahren standen den Neuzugängen jedoch in 2007 hohe planmäßige Abläufe gegenüber, so dass der Versicherungsbestand nach Versicherungssumme nur leicht um 0,6 % auf 4.726,5 Mio. € anstieg. Die gebuchten Bruttobeiträge gingen um 1,4 % auf 112,7 Mio. € zurück.

Der Kapitalanlagebestand der INTER Leben belief sich im Geschäftsjahr 2007 auf 1.202,3 Mio. €. Das Kapitalanlageergebnis betrug 47,9 Mio. €, die Nettoverzinsung lag bei 3,93 %.

Der Gesamtüberschuss konnte deutlich von 10,3 Mio. € auf 11,6 Mio. € gesteigert werden. Die INTER Leben ist mit einer Eigenkapitalquote von 19,8 ‰ im Vergleich zur Branche gut aufgestellt. Deshalb wurde der Gesamtüberschuss vollständig zugunsten unserer Mitglieder in die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung eingestellt.

INTER Allgemeine Versicherung AG

Positive Entwicklung im Neugeschäft und Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses

Die INTER Allgemeine konnte ihr Geschäft im Jahr 2007 aus-weiten. Die gebuchten Bruttobeiträge nahmen um 5,3 % auf 39,9 Mio. € zu. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich um 4,6 % auf 241.210 Stück. Das ist vor allem auf den Zuwachs in der Sachversicherung zurückzuführen. Hier erhöhte sich der Bestand um 5.437 oder 7,6 % auf 77.145 Verträge. Mit einer Steigerung von 6,3 % auf 85.812 Verträge entwickelte sich die Vertragsanzahl in der Haftpflichtversicherung im vergangenen Jahr ebenfalls positiv. Die leichten Zuwächse, die in der reinen Risikounfallversicherung erzielt wurden, konnten den planmäßigen Abgang aus dem im Jahr 2004 erworbenen Altbestand an UPR-Risiken nicht kompensieren. Daher blieb die Vertragsanzahl im Unfallgesamtbestand mit 78.253 Verträge auf Vorjahresniveau.

Das Beitragsaufkommen hat sich in Haftpflicht um 8,4 % und in der Sachversicherung um 11,5 % erhöht.Die bestehenden Sanierungsmaßnahmen - u.a. eine verbesserte Risikoselektion - hatten in 2007 erneut einen positiven Einfluss auf das Ergebnis und werden konsequent weiterverfolgt. Die Schadenquoten dürften in 2007 deutlich besser als der Marktdurchschnitt sein.

Das versicherungstechnische Ergebnis der INTER Allgemeine verbesserte sich im abgelaufenen Jahr von - 0,2 Mio. € auf 2,3 Mio. €. Vor Zuführung zur Schwankungsrückstellung be-trägt das versicherungstechnische Ergebnis für die INTER Allgemeine sogar 3,8 Mio. €. Der Kapitalanlagebestand der INTER Allgemeine stieg in 2007 leicht um 1,6 % auf 97,4 Mio. € an. Das Kapitalanlageergebnis betrug 3,7 Mio. €, die Nettoverzinsung lag bei 3,81 %.

Der Jahresüberschuss verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,0 Mio. € auf 2,8 Mio. €.

Freie Arzt- und Medizinkasse VVaG

Kontinuierliches Bestandswachstum und Verbesserung des Jahresüberschusses

Die zur INTER Gruppe gehörende Freie Arzt- und Medizinkasse VVaG (FAMK) ist ein Spezialversicherer für die Beamten des Öffentlichen Dienstes bei Polizei, Feuerwehr, Justiz und Strafvollzug. Das geschäftliche Kerngebiet liegt im Bundesland Hessen, in dem die FAMK traditionell einen sehr hohen Bekanntheitsgrad und damit verbunden, einen entsprechend hohen Marktanteil besitzt.

Die Anzahl der Kunden in der Krankheitskostenvollversicherung erhöhte sich bei der FAMK leicht um 0,4 % auf 29.518 natürliche Personen. Die gebuchten Bruttobeiträge legten von 32,2 Mio. € auf 32,5 Mio. € zu.

Der Kapitalanlagebestand stieg um 7,3 % auf 148,6 Mio. €. Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich von 5,1 Mio. € auf 6,3 Mio. € (+ 23,8 %). Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 4,39 %.

Der Rohüberschuss konnte im Vergleich zu 2006 um 29,0 % auf 1,8 Mio. € verbessert werden. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden 1,5 Mio. € und dem Eigenkapital 0,3 Mio. € zugeführt. Das Eigenkapital erreichte damit eine Höhe von 5,2 Mio. €. Mit einer Eigenkapitalquote von 16,1 % ist die FAMK im Vergleich zu ihren Mitbewerbern ebenfalls gut aufgestellt.

Bausparkasse Mainz AG

Restrukturierung umgesetzt

Im Jahr 2007 verzeichnete die mehrheitlich zur INTER Gruppe gehörende Bausparkasse Mainz AG (BKM) eine rückläufige Entwicklung im Bauspargeschäft. So wurden im Brutto-Neugeschäft 33.523 Bausparverträge mit einer Gesamtsumme von 0,99 Mrd. € vermittelt. Damit lag das Ergebnis in der Anzahl um 7,4 % und in der Summe um 2,9 % unter dem des Vorjahres. Die Streichung der Eigenheimzulage 2006 und in deren Gefolge der drastische Rückgang der Neubautätigkeit beim Ein- und Zweifamilienbau 2007 (-39,8%) hat 2007 auch zu einem Rückgang des Bausparneugeschäftes geführt. Im schwierigen Marktumfeld hat die BKM in 2007 dennoch im Vergleich bessere Neugeschäftsergebnisse erzielen können als der Durchschnitt der privaten Bausparkassen in Deutschland.

Im Finanzierungsbereich war trotz der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen eine leicht positive Tendenz zu ver-zeichnen. Insgesamt stellte die BKM ihren Kunden 372 Mio. € zur Realisierung von wohnwirtschaftlichen Maßnahmen zur Verfügung. Das einspricht einem Plus von 7,8 %. Im IV. Quartal 2007 wurde die Produktpalette um neue außerkollektive Einlagenprodukte erweitert.

Mit rund 173 Mio. € lag der Spargeldeingang um 16,1 % über dem Vorjahreswert. Die Bilanzsumme der BKM betrug zum Jahresende 2,4 Mrd. €. Nahezu unverändert blieb in 2007 das Kreditgeschäft (+ 0,1 %). Infolge der Restrukturierung des Unternehmens sowie aufgrund geringerer Erträge liegt der Jahresüberschuss mit 1,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres.

Für das Jahr 2008 strebt die BKM im Bausparneugeschäft eine Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres an. Positive Effekte erwartet die BKM aus Kombinationen von Bausparprodukten mit anderen Finanzierungsprodukten und der Einbeziehung des Wohneigentums in die private Altersvorsorge. Ferner strebt die BKM an, die strategische Ausrichtung “Baufinanzierung aus einer Hand” weiter voranzutreiben und den Bestand an außerkollektivem Geschäft auszubauen. Nach dem die Grundlagen für die Kostenentlastung geschaffen worden sind, fokussiert sich die BKM auf die weitere Umset-zung des in 2007 gestarteten Effizienzsteigerungs-Programmes. Für das laufende Jahr erwartet die BKM eine moderate Verbesserung des Jahresüberschusses.

Die INTER Gruppe gehört zu den bedeutenden berufsständischen Versicherern in Deutschland in enger Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Sie bietet ihren Kunden eine abgerundete Produktpalette in den Sparten Kranken-, Lebens-, Unfall-, Sach- und Haftpflichtversicherung sowie Bausparen und Finanzieren an. Großes Augenmerk legt die INTER seit Jahrzehnten auf die Zusammenarbeit mit Ärzten, Zahnärzten, selbständigen Handwerksmeistern, Freiberuflern und Beamten.

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