Helaba will drei Prozent Dividende ausschütten und stockt Kernkapital aus eigener Kraft um 400 Mio. Euro auf

Helaba will drei Prozent Dividende ausschütten und stockt Kernkapital aus eigener Kraft um 400 Mio. Euro auf

Kernkapitalquote von konzernweit 8,3 Prozent weiter gestärkt

Kundenneugeschäft erreicht bisher zweithöchsten Wert

Operative Erträge wachsen um 11 Prozent

Auch Frankfurter Sparkasse mit positivem Jahresüberschuss

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen (Einzelinstitut) hat im Geschäftsjahr 2008 auf Basis testierter Zahlen ein Ergebnis nach Steuern (HGB) von 207 Mio. Euro erzielt. Nach Bedienung der stillen Einlagen wird der verbleibende Bilanzgewinn – vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien – nach Dotierung der Rücklagen in Höhe von 100 Mio. Euro als Dividende in Höhe von 3 Prozent an die Eigentümer ausgeschüttet.

Zum 31. Dezember 2008 beträgt die Kernkapitalquote des Helaba-Konzerns 8,3 Prozent, die Gesamtkennziffer gemäß SolvV erreicht 14,1 Prozent. Die Bank wird ihr aufsichtsrechtliches Kernkapital im Jahresabschluss 2008 um 400 Mio. Euro aufstocken, was zu einer nochmaligen Erhöhung der Kernkapitalquote führen wird. Dies erfolgt durch die Umwidmung von §340f-Vorsorgereserven in den Fonds für allgemeine Bankrisiken (§340g), dem 300 Mio. Euro zugeführt werden. Die Gewinnrücklagen werden zusätzlich – ebenfalls vorbehaltlich der Gremienzustimmung – um 100 Mio. Euro erhöht. „Die Helaba erfüllt damit aus eigener Kraft die während der Finanzmarktkrise deutlich gestiegenen Anforderungen des Marktes an das Kernkapital und hält einen ausreichenden Kapitalpuffer für die sich verschärfende Rezession vor“, so Hans-Dieter Brenner, Vorstandsvorsitzender des Institutes.

Das operative Geschäft der Helaba hat sich auch in 2008 sehr positiv entwickelt. Das operative Ergebnis hat sich um gut 10 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro erhöht. Die Kundenforderungen wuchsen um 8,9 Prozent auf 84,6 Mrd. Euro; ihr Bilanzanteil beträgt 52 Prozent. Dies dokumentiert die im Helaba-Geschäftsmodell angelegte enge Verzahnung mit der Realwirtschaft. Auch bei der Frankfurter Sparkasse, die mit dem Helaba-Einzelinstitut den Kern des Konzerns bildet, entwickelten sich die Kundenforderungen überproportional. Auch sie weist einen positiven Jahresüberschuss aus und stärkt Gewinnrücklagen und Vorsorgereserven.

Die Helaba hat 2008 inmitten der Finanzmarktkrise mit 19 Mrd. Euro nach 2007 das bisher zweithöchste Ergebnis im mittel-und langfristigen Kundenneugeschäft erreicht. Aufgrund ihres Ratings, ihrer Eigenkapitalausstattung und ihres konservativen Geschäftsprofils stehen ihr die Refinanzierungsmärkte weiterhin offen. Die Bank gehört nach dem im Januar 2009 veröffentlichten Deutschland-Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu den deutschen Kreditinstituten, die - sowohl in absoluten Zahlen als auch in Relation zum Eigenkapital - von der Finanzmarktkrise am geringsten tangiert sind. Dennoch rechnet sie damit, dass aufgrund der Bewertungskorrekturen auf ein bonitätsmäßig einwandfreies Wertpapierportfolio infolge der Finanzmarktkrise das IFRS-Konzernergebnis 2008 leicht negativ ausfallen wird. Detaillierte Zahlen und Erläuterungen zum Konzernabschluss der Helaba werden im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz am 2. April der Öffentlichkeit vorgestellt.

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