Fortis Holding: Änderung der Tagesordnungen der Aktionärshauptversammlungen am 8./9. April und am 28./29. April

Fortis Holding: Änderung der Tagesordnungen der Aktionärshauptversammlungen am 8./9. April und am 28./29. April

Nach Konsultationen und in Übereinstimmung mit BNP Paribas sowie dem belgischen Staat hat sich der Vorstand von Fortis SA/NV und Fortis N.V. dazu entschlossen, das Projekt mit BNP Paribas nicht wie geplant auf den Aktionärshauptversammlungen am 8. April in Utrecht und am 9. April in Brüssel zur Abstimmung zu stellen. Stattdessen wird dieses Projekt auf der ordentlichen Aktionärs-Hauptversammlung am 28. April (Fortis SA/NV) und der jährlichen Aktionärsversammlung am 29. April (Fortis N.V.) zur Abstimmung vorgelegt.

Nach einer Eingabe des Rechtsanwaltes Mischaël Modrikamen entschied das Brüsseler Berufungsgericht am 31. März ohne Anhörung von Fortis, dass nur diejenigen Fortis-Aktionäre über das Projekt mit BNP Paribas entscheiden dürfen, die ihre Anteile vor dem 14. Oktober 2008 erworben haben. Dies hat zur Folge, dass eine korrekte Durchführung der oben genannten Versammlungen nicht mehr möglich ist. Aus organisatorischen und praktischen Gründen hat sich der Vorstand in Bezug auf Fortis SA/NV und Fortis N.V. dazu entschieden, sowohl die Abstimmung über das BNP Paribas-Projekt als auch die Wahl der neuen Vorstände auf die Versammlungen am 28./29. April zu vertagen.

Fortis möchte klarstellen, dass diese Verschiebung nicht für die Resolutionen unter Punkt vier der Tagesordnung der Aktionärsversammlung der Fortis N.V. am 8. April gilt (Ergänzungsantrag zur Satzung). Ebenso sind Punkt vier und fünf der Tagesordnung der Aktionärsversammlung der Fortis SA/NV am 9. April nicht betroffen (Akquisition und Verteilung von Aktien, Ergänzungsanträge zur Satzung). Diese Punkte werden auf den Versammlungen in der üblichen Weise behandelt.

Um diese Resolutionen verabschieden zu können ist jedoch ein Quorum von mindestens 50% des Kapitals bei beiden Versammlungen notwendig. Falls dieses Quorum nicht erreicht wird – und das ist nach unseren Erfahrungen sehr wahrscheinlich – werden diese Punkte nicht zur Abstimmung gestellt, sondern müssen den Aktionären auf der ordentlichen Aktionärsversammlung der Fortis SA/NV am 28.April 2009 und der jährlichen Aktionärsversammlung der Fortis N.V. am 29. April vorgelegt werden. Unabhängig davon, wie viel Kapital bei diesen Versammlungen repräsentativ vertreten ist, können beide Gremien gültige Entscheidungen zu jedem Punkt der Tagesordnung fällen. Die Aktionäre werden durch eine Pressemeldung am Sonnabend, 4. April 2009, entsprechend informiert.

Der Vorstand bedauert, dass den Aktionären – entgegen der Absicht des Vorstandes – durch die Verschiebung wesentlicher Teile der Tagesordnung beider Versammlungen Unannehmlichkeiten entstehen. Der Vorstand bedauert den Schaden, den die Aktionäre und die Gesellschaft hinnehmen müssen und drückt allen Betroffenen sein Bedauern aus. Fortis wird sich so schnell wie möglich mit den betreffenden Finanzbehörden über das Vorgehen auf den für Ende April festgesetzten Aktionärsversammlungen verständigen.

Der Vorstand findet sich nicht mit der Entscheidung des Brüsseler Berufungsgerichtes vom 31. März ab. Aus diesem Grund wurden Klagen Dritter vor dem genannten Berufungsgericht initiiert. Das bereits eingeleitete Eilverfahren vor dem Brüsseler Handelsgericht ist durch die Entscheidung des Berufungsgerichtes gegenstandslos geworden und wird aus diesem Grund ausgesetzt.

Als Konsequenz aus der Verschiebung der Abstimmung über das Projekt mit BNP Paribas haben sich Fortis, BNP Paribas und der belgische Staat darauf verständigt, das bereits veränderte Protocole d’Accord vom 10. Oktober 2008 nochmals zu verändern. Der Stichtag, zu dem das Projekt mit BNP Paribas von den Aktionären der Fortis SA/NV und Fortis N.V. genehmigt werden muss, ist nun der 1. Mai 2009 (anstatt 18. April). Der letztmögliche Termin, zu dem die Vereinbarungen wie im Übereinkommen festgehalten erfüllt werden müssen – oder von BNP Paribas für nichtig erklärt werden können – wird auf einen späteren Zeitraum zwischen dem 1. und 15. Mai 2009 verschoben (anstatt 30. April).

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