WGZ BANK: Bundesbürger befürworten Unterstützung anderer Länder : www.wgz-bank.de

WGZ BANK: Bundesbürger befürworten Unterstützung anderer Länder

* Banken: Bundesbürger begrüßen Rettungspakete
* Sympathie: Genossenschaftsbanken und Sparkassen gewinnen
* Professionalität: Großbanken kritisch beurteilt

Angesichts der hohen Schulden und der steigenden Zinsbelastung von Ländern wie Griechenland oder Irland zeigt sich eine Mehrheit der Bürger bereit, auch diese Länder mit Transferzahlungen (29%) oder mit Bürgschaften (29%) zu unterstützen. Dies zeigt eine im Auftrag der WGZ BANK von der GfK vorgenommene repräsentative Befragung von 1.000 Bundesbürgern. Nur jeder achte Befragte (12%) spricht sich dafür aus, aus dem Euro-Verbund auszuscheren, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands wirkungsvoller zur Geltung zu bringen. Jeder vierte Bürger (26%) plädiert dafür, dass Deutschland in der Euro-Zone verbleibt, die anderen Länder aber ihre Probleme alleine lösen sollen. Auch Stefan Grothaus, Volkswirt der WGZ BANK befürwortet diese dem Maastricht-Vertrag entsprechende Linie, dass sich die Euro-Mitgliedsländer selbst helfen sollten: „Wenn einzelne Staaten von Ländern wie Deutschland aufgefangen würden, verleitet dies zu undiszipliniertem Verhalten zu Lasten der übrigen Mitgliedsländer.“

Banken: Bundesbürger begrüßen Rettungspakete

Die staatlichen Rettungspakete werden von einer großen Mehrheit der Bevölkerung befürwortet. Lediglich 14% der Befragten sind der Meinung, dass die Rettungspakete überflüssig seien und die Banken lieber pleite gehen sollten. „Die Bürger zeigen damit ein bemerkenswertes Maß an Problembewusstsein. Sie wissen, wie existenziell wichtig unser Bankensystem für die deutsche Wirtschaft ist,“ so Stefan Grothaus, Volkswirt der WGZ BANK.

Sympathie: Genossenschaftsbanken und Sparkassen gewinnen

Angesichts der Verluste aus US-Immobilienkrediten hat sich das Image deutscher und internationaler Großbanken deutlich verschlechtert. Dagegen stiegen die Sympathiewerte der Verbundorganisationen – also der Sparkassen sowie der Volksbanken und Raiffeisenbanken. 30% der Befragten offenbarten steigende Sympathien für die Sparkassen und jeder Vierte (25%) für die Volksbanken und Raiffeisenbanken. Dagegen sagte nur jeder Zehnte, dass sich seine Sympathien für die Verbundorganisationen verringert haben. Im Lichte der Finanzkrise äußerte die Hälfte der Befragten (51%), dass sich ihre Sympathie für Internationale Großbanken verschlechtert habe. Nur jedem Zwölften (8%) sind die internationalen Institute sympathischer geworden. Auch die deutschen Großbanken büßten bei vier von zehn Befragten (43%) Sympathien ein. Immerhin stiegen heimische Großbanken in der Gunst von 12% der befragten Bürger.
Auch hinsichtlich des Sympathieniveaus liegen die Verbundorganisationen vorn. 71% finden die Sparkassen sympathisch, während 61% den Volksbanken und Raiffeisenbanken hohe Sympathien zuschreiben. Lediglich jeder neunte bis zehnte Befragte hält diese Bankengruppen für unsympathisch. Die Internationalen Großbanken schneiden am schlechtesten ab, gefolgt von den deutschen Großbanken und den Landesbanken.

Professionalität: Großbanken kritisch beurteilt

Die Verluste aus US-Immobilienkrediten haben die Einschätzung der Bundesbürger auch hinsichtlich der Professionalität der verschiedenen Bankengruppen gewandelt. So erachten 51% der Befragten die internationalen Großbanken nun als weniger professionell. Lediglich 8% behaupten, die Professionalität dieser Institutsgruppe sei „stark gestiegen“ oder „leicht gestiegen“. Für deutsche Großbanken ergibt sich ein ähnlich ungünstiges Meinungsbild. Mehr als vier von zehn Befragten (43%) halten die heimischen Großbanken für weniger professionell als vor der Immobilienkrise. Lediglich 12% stufen die Professionalität als verbessert ein. Auch die den Landesbanken zugebilligte Professionalität ist stark rückläufig. Über ein Drittel der Befragten (37%) schätzt die Professionalität der Landesbanken ungünstiger ein als vor den Verlusten aus Immobilienkrediten. Lediglich 8% der Bürger billigen den Landesbanken eine höhere Professionalität zu. Angesichts der Schieflagen namhafter Kreditinstitute erwarten die Befragten, dass aus den Entwicklungen der letzten Monate auch Konsequenzen gezogen werden. So befürworten neun von zehn Bundesbürgern deren strengere Beaufsichtigung. Dagegen bescheinigt jeweils rund ein Viertel der Befragten den Sparkassen (27%) sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken (23%) eine verbesserte Professionalität.

Genossenschaftsbanken und Sparkassen wird hohe Professionalität zugebilligt

Hinsichtlich des Niveaus der Professionalität werden die Verbundorganisationen überwiegend positiv beurteilt. Über die Hälfte der Befragten (60%) erachtet die Sparkassengruppe als professionell, wohingegen 11% die Sparkassen als wenig professionell einschätzen. Den Volksbanken und Raiffeisenbanken billigen 53% eine hohe Professionalität zu, während 12% nur eine geringe Professionalität vermuten. Weniger günstig wird die Professionalität der heimischen Großbanken eingeschätzt. Die Zahl derjenigen, die den deutschen Großbanken eine hohe Professionalität (34%) und derjenigen, die ihnen geringe Professionalität (33%) zubilligen, hält sich die Waage. Besonders negativ werden die internationalen Großbanken beurteilt. Fast jeder zweite Befragte (45%) erachtet diese Institute als wenig professionell, während lediglich 21% eine hohe Professionalität vermuten.

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