Grünes Licht für die SEPA-Lastschrift

Grünes Licht für die SEPA-Lastschrift

„Die europäische Lastschrift kommt. Ab November stehen Verbrauchern und Unternehmen in ganz Europa die gleichen bequemen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung wie wir sie in Deutschland kennen“, sagte Dr. Hans-Joachim Massenberg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes in Berlin. Die heutige Einigung der Kreditwirtschaft auf die gemeinsame Lastschrift sei – nach der Einführung der einheitlichen Überweisung im vergangenen Jahr - ein weiterer großer Erfolg und lasse den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr – kurz SEPA genannt – für Verbraucher und Unternehmen Wirklichkeit werden.

Mit der SEPA-Lastschrift können Verbraucher dann beispielsweise Rechnungen von Versicherungen oder Stromversorgern aus dem Ausland problemlos begleichen. „Die Vorteile des EU-Binnenmarkts werden nun auch für Verbraucher und Unternehmen im Zahlungsverkehr unmittelbar greifbar, und sie werden langfristig davon profitieren“, so Massenberg.

Allerdings müsse der entscheidende Impuls für die breite Nutzung der SEPA-Verfahren nun vom Gesetzgeber kommen. „Wer die Integration in Brüssel fordert, sollte diese auch im eigenen Land unterstützen“, forderte Massenberg. Nur so sei ein reibungsloser Übergang vom deutschen Lastschriftverfahren auf die europaweite Lastschrift möglich.

Die deutsche Kreditwirtschaft habe hierzu zusammen mit der Bundesbank einen Vorschlag unterbreitet, der es ermögliche, bestehende Einzugsermächtigungen problemlos in die SEPA zu überführen. „Dies bringt die nötige Rechtssicherheit und hilft, hohe Umstellungskosten vermeiden.“

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