Modernisierung: Neue Fördermittel für Vermieter

Viele Vermieter schrecken davor zurück, in die energieeffiziente Sanierung ihres Immobilienbesitzes zu investieren. Nun hat der Staat die Finanzierungshilfen erhöht, damit ihnen der Schritt leichter fällt.

Lässt ein Vermieter seine Immobilie sanieren, um den Energieverbrauch zu reduzieren, kann er seine Mieter an den Umbaukosten beteiligen: Er darf nach dem Gesetz die Kaltmiete um elf Prozent der Investition erhöhen. Das zahlt sich langfristig aus, wenn die Rückflüsse bleiben. Doch nicht immer gelingt es, die Mietpreiserhöhung durchzusetzen. „Die angehobene Miete darf nicht mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen – ein Problem in Gegenden mit niedrigem Mietniveau und hohem Leerstand“, erklärt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. Auch die komplizierte Mietgesetzgebung wirkt abschreckend: Modernisierungskosten können umgelegt werden, Instandsetzungskosten jedoch nicht. Kai Warnecke von der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund in Berlin fordert deshalb eine Änderung des Mietrechtes, um Anreize für Vermieter zur Sanierung zu schaffen.

Mieter unterm Strich im Plus
Die Mieter profitieren in jedem Fall von Baumaßnahmen zur Energieeinsparung. Nach Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur liegt der Anteil von Heizung und Warmwasser an der Warmmiete nach einer umfassenden Sanierung bei durchschnittlich drei Prozent – bei unsanierten Wohnungen sind es im Schnitt 22 Prozent, sodass eine Mieterhöhung durch die wesentlich geringeren Nebenkosten mehr als ausgeglichen wird. Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund befürwortet deshalb Modernisierungen mit dem Ziel, Energie einzusparen. Doch eine Änderung des Mietrechts hält er für unnötig. Vielversprechender seien zusätzliche staatliche Förderungen.

Staat setzt neue Impulse
Die Bundesregierung kommt diesem Wunsch nun entgegen: 2009 haben sich die Mittel für energieeffizientes Bauen und Modernisieren verdoppelt. Bis 2011 sollen im CO2 -Gebäudesanierungsprogramm zusätzlich drei Milliarden Euro bereitgestellt werden. „Die Aufstockung der Fördermittel ist ein positives Signal für Mieter und Vermieter. Die Vermieter werden durch zinsgünstige Darlehen der KfW-Förderbank unterstützt, die Mieter profitieren von den gesenkten Nebenkosten“, so Grimmert. Ein zusätzlicher Anreiz für Wohneigentümer: Seit dem 1. Januar 2009 sind Handwerkerleistungen besser steuerlich absetzbar.

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