Trotz Krise Rekordbeteiligung beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg: Gewinner der ersten Stufe gekürt

Trotz Krise Rekordbeteiligung beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg: Gewinner der ersten Stufe gekürt

In der Potsdamer Metropolis Halle wurden am Dienstagabend auf Einladung der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) die überzeugendsten Geschäftskonzepte der ersten Stufe der länderübergreifenden Existenzgründer-Initiative Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Prämierung standen die zehn Gewinnerteams aus den zwei Bewertungskategorien [BPWtechnology] und [BPWservice]. Jedes Team konnte sich über ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen.

Die gestrige Ehrung war der erste Höhepunkt der dreistufigen Gründerinitiative: Bis zum 10. März können alle angehenden Unternehmer ihren Businessplan beim BPW einreichen und so an der zweiten Phase des Wettbewerbs teilnehmen.

Gewinner der Kategorie [BPWtechnology] (für technologieorientierte Konzepte)

Die Reparatur von Kraftfahrzeugen erleichtert das internetbasierte Diagnosesystem von autoaid. Das Konzept begeisterte die Jury und sicherte den Gründern Moritz Funk und Odeiko Trost einen Platz im Gewinnerfeld.

Mit der von ihnen entwickelten Anwendung wollen die Gründer von barcoo, Tobias Bräuer, Martin Scheerer und Benjamin Thym, mehr Transparenz beim Einkauf ermöglichen. Konsumenten scannen mit ihrem Mobiltelefon den Barcode auf Verpackungen und erhalten über ihr Handy Informationen zum jeweiligen Produkt.

Janek Jonas, Jonas von Poser und Henning Wolf von der Berliner Medienagentur „Jonas und der Wolf“ überzeugten mit ihrer Idee Loka, einem kartographischen Veranstaltungskalender für Internet und Mobiltelefone.

Für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur behutsamen Diagnose von Hautkrebs wurde das Gründerteam Prof. Klaus Kramer, Dr. Tobias Blaschke und Matthias Fellner der Firma Parelectris ausgezeichnet.

Eine am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut von Nicolas Peters, Willi Tscheschner, Gero Decker und Torben Schreiter entwickelte Software vereinfacht die Steuerung von komplexen Prozessen in großen Organisationen. Die Anwendungen der Potsdamer Firma signavio stellen Geschäftsprozesse grafisch dar und helfen so Zeit und Kosten einzusparen.

Gewinner der Kategorie [BPWservice] (für nicht technologieorientierte Konzepte)

Vergessene Formen barocker Unterhaltung wie Maskenbälle, Pferde-Karussells oder lebende Bilder inszenieren Kaspar von Erffa und Dr. Christina Siegfried von den Höfischen Festspielen Potsdam vor der authentischen Kulisse preußischer Schlösser und Gärten.

Sightseeing mal anders: Berliner Kunst und Architektur abseits konventioneller Pfade wollen Katharina Beckmann, Stefanie Gerke und Nora-Nele Heinevetter, die Gründerinnen der Niche GbR, Hauptstädtern und Touristen näherbringen.

Einzigartige Grüntee-Produkte und Kunst aus Nord- und Südkorea bietet die NOK´CHA Green Tea Lounge & Gallery der Gründer Inhee Chu-Mauer, Joel Cruz und Felix Park.

Der Pflegedienst Sanctus will sich auf krebskranke Patienten spezialisieren und einen Teil des Gewinns an eine gemeinnützige Stiftung überweisen. Mit dieser Idee konnte sich die angehende Gründerin Anna Ziskine durchsetzen.

Viswapi bietet Nutzern die Möglichkeit, im Internet Produkte aller Kategorien bargeldlos miteinander zu tauschen oder sie mit Hilfe der eigens kreierten Währung „Viswapis“ zu erwerben. Entwickelt wurde der innovative Online-Marktplatz von den Cottbussern Björn Maurer, Norbert Giese, Michael Preißel und Carolin Embscher.

BPW 2009 – Neuer Rekord, neuer Prämierungsmodus

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin Brandenburg hat 2009 in seiner 14. Auflage den bisherigen Rekord aus dem Vorjahr gebrochen. Das Interesse von 1.190 Gründern entspricht einem Plus von weit über 10 Prozent im Vergleich zu 2008. Insgesamt wurden 588 Geschäftskonzepte eingereicht, das sind 24 mehr als in der ersten Stufe des letztjährigen BPW – auch das ein bisher unerreichter Spitzenwert.
Neue Wege beschreitet der BPW 2009 bei der Prämierung der Businesspläne. Während in den Vorjahren bereits in den ersten beiden Stufen des Wettbewerbs die Gewinner platziert wurden, erhielten in diesem Jahr alle Finalisten die gleiche Gewinnsumme in Höhe von 500 Euro. Erst in der letzten Stufe des Wettbewerbs werden die Plätze eins bis drei gekürt.

Die Auszeichnungen

In Anwesenheit des Gastgebers der Prämierung Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der InvestitionsBank des Landes Brandenburg wurden vor über 500 geladenen Gästen zehn Gewinnerteams ausgezeichnet. Die Urkunden und Preise überreichten Michael Richter, Amtschef im Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg und Almuth Nehring-Venus, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin.

Michael Richter, Amtschef im Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg unterstrich die Bedeutung des BPW: „Erfolgreiche Gründer sind wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft der gesamten Region. Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg vermittelt angehenden Unternehmern fundierte Kenntnisse und stellt die Gründung einer Firma auf eine solide Basis. Die erneute Rekordbeteiligung belegt, dass die Gründer erkannt haben, welch wertvolle Unterstützung sie mit dem BPW bekommen. Dass gerade in Zeiten des Abschwungs so viele Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, ist ein ganz wichtiges Zeichen. Erfreulich ist zudem das ungebrochen hohe Interesse aus dem Hochschulumfeld - ein Indiz für die Innovationsbereitschaft junger Menschen und ein Signal für die wirtschaftlichen Perspektiven der Region.“

Almuth Nehring-Venus, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin: „Der Businessplanwettbewerb bleibt Deutschlands erfolgreichste regionale Gründungsinitiative. Im vergangenen Jahr hat der Wettbewerb mehr Frauen angesprochen als zuvor. Berlin bietet selbständigen Frauen beste Voraussetzungen, von der Unterstützung bei der Gründung eines Unternehmens, über Frauengenossenschaften bis zu einer deutschlandweit exzellenten Kinderbetreuung.“

Für die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) erläuterte Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der ILB, den Stellenwert des BPW:
„Angesichts gegenwärtiger konjunktureller Entwicklungen kommt der Betreuung und Förderung von innovativen Geschäftsideen eine wichtige Bedeutung zu. Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg hilft guten Ideen in der wirtschaftlichen Realität zu bestehen. Bisher haben sich aus dem BPW 1.126 Unternehmen mit insgesamt 5.154 Arbeitsplätzen nachhaltig entwickelt. Für diejenigen die in Brandenburg gründen halten wir besonders attraktive Förderdarlehen mit nominalen Zinsen ab 1 Prozent sowie Zuschüsse bereit.“

Gute Geschäftsideen brauchen Unterstützung

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg, Deutschlands erfolgreichste regionale Gründerinitiative, richtet sich an alle, die eine vielversprechende Geschäftsidee haben und eine
Firmengründung in Berlin oder Brandenburg erwägen. Ziel des BPW ist es, die Teilnehmer durch kostenlose Seminare und Veranstaltungen sowie individuelles Coaching und Feedback bei der
Entwicklung eines in allen Punkten ausgereiften Geschäftskonzeptes zu unterstützen. Eine Jury prämiert in jeder Phase das überzeugendste Teilkonzept.

Zwei Bewertungskategorien

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg gliedert sich in zwei gleichrangige Kategorien: die Kategorie [BPWtechnology] für technologieorientierte und die Kategorie [BPWservice] für nicht-technologieorientierte Produkt- oder Dienstleistungsideen.
Die Jury prämiert in den Stufen eins und zwei in beiden Kategorien die jeweils fünf besten Businesspläne, in Stufe drei werden die Finalisten platziert. Im Jahr 2009 vergibt der BPW Preisgelder in Höhe von insgesamt 63.000 Euro.

Eine gemeinsame Initiative

Die Investitionsbank Berlin (IBB), die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) organisieren den BPW gemeinsam. Träger der Initiative sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Schirmherren des BPW sind Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg und Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin.

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg dankt seinen Premiumpartnern, Partnern, Kooperationspartnern und Schirmherren, deren Unterstützung die Umsetzung des BPW erst möglich macht. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. In Brandenburg ist für das Projekt zusätzlich eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter www.b-p-w.de.

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