Stadtsparkasse München erreicht trotz Finanzkrise erneut ein hervorragendes Geschäftsergebnis

Stadtsparkasse München erreicht trotz Finanzkrise erneut ein hervorragendes Geschäftsergebnis

Aus operativem Ergebnis Abschreibungen wegen BayernLB in Höhe von 36 Mio. Euro getragen

- Betriebsergebnis nach Bewertung und nach Abschreibungen wegen BayernLB – vor Veränderung der Vorsorgereserven – beträgt 105 Mio. Euro (2007: 125 Mio. Euro)

- Gewinn-Ausschüttung von fast 4 Mio. Euro an die Stadt München (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro)

- Stadtsparkasse hat keine Subprime-Wertpapiere im eigenen Bestand

- Vertrauensbeweise in der Finanzkrise: Einlagenzuwachs im vierten Quartal 2008 in Höhe von netto 760 Mio. Euro

- Kredite an Unternehmen um fast 9 Prozent ausgeweitet

- Cost-Income-Ratio wie vorgesehen erneut um 2,0 Prozentpunkte auf 65,7 Prozent gesenkt

München (sskm). Die Stadtsparkasse München hat ein wiederum sehr erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Trotz der enormen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Bankenbranche hat das Geldinstitut sein Betriebsergebnis nach Bewertung und vor Veränderung von Vorsorgereserven zunächst um 13 Prozent auf 141 Mio. Euro erhöht. Das Ergebnis wird jedoch durch Abschreibungen wegen der BayernLB um rund 36 Mio. Euro geschmälert. Damit beträgt das Betriebsergebnis nach Bewertung und vor Veränderung von Vorsorgereserven 105 Mio. Euro gegenüber 125 Mio. Euro im Vorjahr.

„Den Abschreibungsbedarf für die BayernLB herausgerechnet, haben wir mit unserer Geschäftstätigkeit zum zweiten Mal in Folge das beste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens erreicht“, so Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtparkasse, bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2008 am Donnerstag Abend.
Mit dem Geschäftsergebnis ist Bayerns größte Sparkasse sehr zufrieden. „Das gute Ergebnis ist eine Teamleistung unseres gesamten Hauses. Als Dank dafür haben wir allen in Vollzeit beschäftigten Mitarbeitern erneut einen Sonderbonus von 1.000 Euro und Teilzeit-Mitarbeitern eine anteilige Prämie gezahlt“, so Strötgen.

Die Gesamtkundeneinlagen – ohne Berücksichtigung der erfolgten Pfandbriefemissionen – nahmen 2008 um 800 Mio. Euro bzw. 7,1 Prozent auf 11,9 Mrd. Euro zu. 760 Mio. Euro davon entfallen auf die kritische Phase der Finanzkrise im Herbst vergangenen Jahres, als unter den Anlegern eine besonders hohe Verunsicherung bezüglich der Sicherheit von Banken und Einlagen bestand. Hier profitierte die Stadtsparkasse München davon, dass sie nicht in riskante Finanzprodukte investiert hat und für ihre Kunden immer ein solider und sicherer Partner in Finanzfragen war.

„Durch die Finanzkrise hat das Image der Sparkassen gewonnen“, so Strötgen. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage hielten 90 Prozent der Deutschen das Modell einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse für wichtig, hob der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands fünftgrößter Sparkasse hervor.

Da sich der Einlagenzuwachs auf die letzten Monate des Jahres konzentrierte, hatte dies wenig Einfluss auf die über das gesamte Jahr berechnete durchschnittliche Bilanzsumme. Sie liegt mit 14,8 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau.

Das Volumen der ausgereichten Kredite nahm im vergangenen Jahr insgesamt um knapp 300 Mio. Euro auf 9,0 Mrd. Euro zu. Allein Kredite an Unternehmen und Selbstständige stiegen dabei um 320 Mio. Euro bzw. 8,7 Prozent auf 4,0 Mrd. Euro. Ausleihungen an Gewerbetreibende waren damit der Hauptwachstumsträger im Kreditgeschäft. Eine Kreditklemme, wie sie von der Wirtschaft in Folge der Kapitalmarktturbulenzen befürchtet wird, zeichnet sich damit für die Kunden der Stadtsparkasse nicht ab.

Die Neuzusagen für Baufinanzierungen entwickelten sich mit einem Plus von fast drei Prozent auf 760 Mio. Euro deutlich besser als der Markt für Wohnimmobilien in München, dessen Umsatz 2008 stagnierte. Trotz einer Zunahme des Neugeschäfts von Konsumentenkrediten um brutto 17 Prozent reduzierte sich das Bestandsvolumen von Konsumenten- und Dispokrediten an Private durch Tilgungen netto um 4 Mio. Euro. Insgesamt weisen Ausleihungen an Privatkunden durch eine Zunahme der Baufinanzierungen ein Wachstum von 1,3 Prozent auf. Die Risikolage des Kreditgeschäfts der Stadtsparkasse München war auch 2008 wieder außergewöhnlich gut.

Trotz der Börsenflaute hat die Stadtsparkasse das positive Nettoergebnis aus Finanzgeschäften von 3,3 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro gesteigert und zudem ein äußerst gutes Bewertungsergebnis von gut 20 Mio. Euro auf den Wertpapierbestand erreicht. Beides wirkt sich positiv auf den Ertrag aus. Im Kundengeschäft ging jedoch der Handelsumsatz mit Wertpapieren um 7,5 Prozent zurück.

Der Zuwachs der Kundeneinlagen begünstigte den Zinsüberschuss, der um 2,8 Prozent auf 292 Mio. Euro gestiegen ist. Der Provisionsüberschuss reduzierte sich durch das rückläufige Wertpapiergeschäft um 2,5 Prozent auf 81 Mio. Euro. Der Verwaltungsaufwand sank gegenüber 2007 um 1,0 Prozent auf 253 Mio. Euro.
Die Cost-Income-Ratio liegt mit 65,7 Prozent (2007: 67,7 Prozent) im Zielkorridor für 2008. Vorgesehen ist, die Aufwands-Ertrags-Relation bis 2011 jährlich um 2 Prozentpunkte weiter zu senken. Durch den Ausfall der Erträge aus der Beteiligung an der BayernLB hat die Stadtsparkasse die CIR-Ziele vorübergehend um jeweils 1,7 Prozentpunkte nach oben angepasst. Bis 2011 möchte sie nun eine Aufwand-Ertrags-Relation von 61,7 Prozent erreichen.

Die Bank schüttet zum dritten Mal in Folge einen Teil des Gewinns an den Eigentümer, die Landeshauptstadt München, aus. Damit erhält die Stadt 4,0 Mio. Euro für gemeinnützige Zwecke (2007: 3,3 Mio. Euro).

Bezüglich der Zukunft der Landesbanken unterstrich Strötgen auf der Bilanz-Pressekonferenz: „Der einzige Weg zu einem tragfähigen Geschäftsmodell von Landesbanken ist die schrittweise Zusammenlegung zu einem zentralen Institut – bei gleichzeitiger Verringerung der Kosten.“ Die Kooperation zwischen BayernLB und Stadtsparkasse München soll gefestigt und - dort wo möglich - intensiviert werden. Gleichwohl räumte Strötgen ein, dass die bayerischen Sparkassen mit ihrem geschrumpften Anteil nur noch einen geringen Einfluss auf die Positionierung der BayernLB hätten.

Ziel für 2009 ist es, sowohl die durch die Finanzkrise gewonnen Kundeneinlagen als auch die neuen Firmenkunden langfristig zu halten. Für die immer wichtiger werdende Beratung baut die Stadtsparkasse das Stiftungs- und Generationenmanagement aus und hat einen eigenen Bereich Private Banking für gehobene und komplexe Vermögensberatung sowie eine mobile Finanzberatung ins Leben gerufen. Ein Projekt zur Vertriebsoptimierung und Vertriebssteigerung soll den Vertrieb noch stärker an die Bedürfnisse der Kunden anpassen, Marktanteile sichern und die Vertriebskraft dauerhaft steigern.

Für eine noch bessere Personalausstattung der Geschäftsstellen, Kompetenz- und Beratungscenter hat die Stadtsparkasse neue Mitarbeiter im Vertrieb eingestellt und die Zahl der neu eingestellten Auszubildenden um 15 Prozent auf 110 erhöht. Um Eltern im Erziehungsurlaub die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, hat sie zudem eine Kinderkrippe eingerichtet und einen Kindergarten gebaut. Durch Optimierung der Tätigkeiten in internen Bereichen hat die Stadtsparkasse München über die Fluktuation insgesamt die Anzahl der Bankmitarbeiter um 2,8 Prozent reduziert.

Eine neue Werbekampagne, die aktuelle Entwicklungen in der Bankenlandschaft aufgreift, hebt die Solidität und Sicherheit der Stadtsparkasse München hervor.
Die Stadtsparkasse München ist neben ihrer Banktätigkeit in mehrfacher Hinsicht ‚GUT für München’. Zusammen mit den von ihr gegründeten Stiftungen hat sie 2008 rund 240 Projekte und Einrichtungen mit 4,8 Mio. Euro unterstützt. Im vergangenen Jahr hat dabei auch die von der Stadtsparkasse zum 850. Stadtgeburtstag Münchens gegründete und mit zehn Millionen Euro ausgestatte „Stiftung Soziales München“ ihre Arbeit aufgenommen. Sie schüttet jedes Jahr rund 400.000 Euro aus. Alle fünf von der Stadtsparkasse gegründeten Stiftungen verfügen zusammen über ein Stiftungskapital von knapp 30 Mio. Euro. Die größte Sparkasse Bayerns zählt damit zu den stifterisch aktivsten Unternehmen Deutschlands.

Alle Angaben: Vorläufige Geschäftszahlen zum Stand 5. März 2009

Zum Download hinerlegt: Presseinformation, redebegleitende Präsentation und Faltblatt zur Geschäftsentwicklung

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