Schüler und Studenten beim Planspiel Börse waren besser als der DAX erlaubt

Schüler und Studenten beim Planspiel Börse waren besser als der DAX erlaubt

München (sskm). Mit einem Depotzuwachs von rund 82 Prozent hat die Gruppe „LTN“ des Gymnasiums Dr. Florian Überreiter aus München-Haidhausen das Planspiel Börse 2008 in München für sich entschieden. Bei der Preisverleihung an die Gewinner verrieten die Sieger ihr Erfolgsrezept: Nach einigen Fehlinvestments zu Beginn des Strategiespiels setzten die Zehntklässler Lukas Knaak, Toni Philipp und Nick Bullens auf die „Cash-Cow“ des vergangenen Herbstes, auf VW-Aktien. Damit war den drei Gymnasiasten der Sieg nicht mehr zu nehmen. Innerhalb von zehn Wochen, so lange läuft das europaweit ausgetragene Planspiel Börse, wuchs das fiktive Startkapital von 50.000 Euro auf rund 91.000 Euro an.

„Gerade, wenn es am Anfang schlecht läuft, ist es gut, über Kapitalreserven zu verfügen“, lautet die Empfehlung von „LTN“. Und: „Hilfreich sind gute Wirtschaftskenntnisse, außerdem sollte man sich über die börsennotierten Unternehmen, in die man investieren möchte, informieren.“

Das bestätigt auch Marlies Mirbeth, Mitglied des Vorstands der Stadtsparkasse München, die die Gewinner ehrte: „ An den Aktienmärkten geht es nicht automatisch immer nach oben, schon gar nicht innerhalb eines verhältnismäßig kurzen Zeitraums von gut zwei Monaten. Grundsätzlich sollte man nur das kaufen, was man auch versteht. Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick langweilig erscheint, kein großes Risiko einzugehen.“

Neben 180 Münchner Schülergruppen gingen in diesem Jahr zum zweiten Mal auch Studenten an den Start. Den 129 bei der Stadtsparkasse angemeldeten Teams stand ein Startkapital von jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Mit einem Depotzuwachs von fast 54 Prozent erreichte das Gespann „Nemaxfan“ der Ludwig-Maximilians-Universität den ersten Platz. Christian Schießl und Stefan Neudecker erzielten ihre Erlöse durch häufige Depotbewegungen, vor allem mit dem Handel von Zertifikaten. Unter 325 Teilnehmern aus ganz Bayern belegten die beiden Studenten Rang vier.

„Auch die Sieger im Studentenwettbewerb haben bewiesen, dass sie umsichtig und mit Marktkenntnis investiert haben“, kommentiert Marlies Mirbeth die Anlagestrategie des Teams. „Genau das ist Ziel des Planspiels Börse: Wer die ökonomischen Zusammenhänge kennt, kann seine finanziellen Möglichkeiten und die Chancen für die eigene Vorsorge besser einschätzen. Die Erfahrungen, die die Schüler und Studenten beim Planspiel Börse sammeln, machen sich bezahlt, wenn es mal darum geht, das eigene Geld gewinnbringend und sicher anzulegen.“

Bei der Preisverleihung konnten sich die zehn besten Schüler-Gruppen Geldgewinne zwischen 600 und 150 Euro abholen, die drei höchstplatzierten Studenten-Teams erhielten 1.000, 750, und 500 Euro. Der Sparkassenverband Bayern und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband prämieren die besten Spielgruppen zusätzlich bayern- bzw. bundesweit.

Die Gewinner des Planspiels Börse „Schüler“ im München sind:
1. „LTN“, Gymnasium Dr. Florian Überreiter
2. „ubilam“, Maria-Ward-Mädchenrealschule
3. „Financial Revolution“, Max-Josef-Stift
4. „Die MA Group“, Heinrich-Heine-Gymnasium
5. „The Conquerors“, Michaeli-Gymnasium
6. “Samy-Noonos”, Edith-Stein-Gymnasium
7. „Die penetranten Kaffeetanten“, Rupprecht-Gymnasium
8. „GoldenEye“, Edith-Stein-Gymnasium
9. „money-bunnys“, Maria-Ward-Mädchenrealschule
10. „Pecunia non olet“, Wirtschaftsschule begemann e.V.

Die Gewinner des Planspiel Börse „Studenten“ in München sind:
1. „Nemaxfan“, Ludwig-Maximilians-Universität München
2. „Gekko’s Dogs“, Ludwig-Maximilians-Universität München
3. „chartbreaker“, Technische Universität München

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