Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse hat in den vergangenen zehn Jahren 227 Projekte mit mehr als 2,2 Millionen Euro gefördert

Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse hat in den vergangenen zehn Jahren 227 Projekte mit mehr als 2,2 Millionen Euro gefördert

München (sskm). Seit zehn Jahren schüttet die Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse München jährlich rund 250.000 Euro für Projekte aus, die Kindern und Jugendlichen unserer Stadt unmittelbar zugute kommen. „Ziel unserer Förderaktivitäten ist es, Anstöße zu geben, damit innovative Konzepte, die vielen Kindern unmittelbar zugute kommen, eine Chance haben und umgesetzt werden können“, erklärt Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München und der Stiftung den Stiftungszweck der vor zehn Jahren gegründeten Stiftung.

Bayerns größte Sparkasse hatte 1999, anlässlich ihres 175sten Geburtstages, auf den sonst üblichen Festakt sowie andere gesellschaftliche Ereignisse verzichtet und stattdessen ihrem jahrzehntelangen, sozialen Engagement zugunsten von Kindern und Jugendlichen eine neue organisatorische Form gegeben.

In den zehn Jahren ihres Bestehens hat die Kinder- und Jugendstiftung genau 227 Projekte und Vorhaben mit einer Gesamtsumme von 2.252.040 Euro gefördert“, zieht Harald Strötgen Bilanz. „Der Rückblick zeigt, wie vielfältig unser Engagement ist. Wir versuchen, bei den Förderinteressen ein breites Spektrum zu berücksichtigen, damit möglichst viele unterschiedliche Gruppen profitieren.“

Auch in diesem Jahr wird die Stiftung, die unter dem Slogan steht „Für das Lächeln in unserer Stadt“, wieder einige Projekte unterstützen. Die ersten haben noch kurz vor Weihnachten eine Förderzusage der Stiftung für 2009 erhalten.

Eines davon ist „Geistesblitze für die Zukunft“, eine Initiative des Deutschen Museums in Kooperation mit dem Verein „Kultur & Spielraum e.V.“, das Kindern ab neun Jahren zu kleinen Erfindern macht. Auch sie erleben ihren Alltag bereits voller Tücken und erfinden gern Verbesserungsvorschläge. Meistens fehlt es aber an den Möglichkeiten, die Ideen umzusetzen oder zu erproben.

„Geistesblitze für die Zukunft“ lädt Kinder, Gruppen und Schulklassen ins Deutsche Museum ein, um sich auf Spurensuche im Alltag zu begeben. Die Kinder gehen der Frage nach, welche (Alltags-)Probleme dringend gelöst werden müssten und entwickeln eigene Lösungsansätze und Erfindungen. Die Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse unterstützt das Zusatzangebot des Deutschen Museums im kommenden Jahr mit 11.000 Euro.

„Fashion Lab & Kleiderwerkstatt“, ein Kinder- und Jugendprogramm zum Schwerpunktthema Mode, Aussehen und Identität, möchte ältere Kinder und Jugendliche zur kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Stil, dem Schönheitsbegriff und dem eigenen Körperbewusstsein anregen und herausfordern. Geplant sind ein Ideen- und Designwettbewerb, Workshops und zum Abschluss eine Modenschau. Das Projekt wird von der Stiftung mit 8.000 Euro unterstützt.

Ein weiteres Vorhaben, das bereits eine Förderzusage für 2009 erhalten hat, ist „pERSPEKTIVwECHSEL“. Der „Förderverein Gemeinsam Mensch e.V. im Münchner Förderzentrum“ besucht Münchner Schulen und Kindergärten. Die behinderten Vereinsmitglieder nehmen ihre Aufgabe mit viel Freude und großem Engagement wahr, die Kinder und Jugendlichen entwickeln Verständnis für die Lebenswelt der Behinderten, sie gewinnen Sicherheit im Umgang mit ihnen und überwinden die wechselseitige Distanz. Die Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse München stellt hierfür 12.000 Euro zur Verfügung.

Das größte Projekt seit Bestehen der Kinder- und Jugendstiftung ist „Kinder bewegen“. 16 Kindertagesstätten, eine Einrichtung in jedem der 16 Stadtbezirke Münchens, wurden seit 2004 nach und nach mit einem speziellen „Starterkit“ ausgestattet. Dieses Paket enthält verschiedene Sport- und Bewegungsgeräte, die die vorhandenen Räume in wenigen Handgriffen zum Klettern, Schaukeln und Toben verwandeln.

Das Projekt soll dem Bewegungsmangel vieler Kinder und Jugendlichen entgegenwirken und intensive körperliche Aktivität als normalen Bestandteil in den Tagesablauf integrieren. Die Kinder- und Jugendstiftung hat „Kinder bewegen“ mit insgesamt 160.000 Euro unterstützt.

40.000 Euro aus den Mitteln der Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse erhielt das Projekt „Hören ohne Grenzen“ der Stiftung Zuhören und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bei diesem Konzept zur Sprachförderung lernen Kinder aus Zuwandererfamilien Deutsch mithilfe von Hörrätseln, Wortspielen, Geräuschen und Geschichten durch Zuhören.

Neben der gezielten Förderung von benachteiligten Kindern ermöglicht die Kinder- und Jugendstiftung auch regelmäßig Veranstaltungen für alle Kinder. So haben bereits weit über 10.000 „Jungakademiker“ an den von der „KinderUni“ organisierten Vorlesungen und Veranstaltungen für Kinder ab acht Jahren an allen Münchner Universitäten und Hochschulen teilgenommen. „Die Veranstaltungen sind so konzipiert, dass Kinder mit Spaß und Spannung, ungebremstem Wissensdurst und vor allem freiwillig daran teilnehmen“, erläutert Harald Strötgen.

Rund 70 Schulklassen verfolgten auf dem Münchner Marienplatz und an anderen historischen Plätzen in der Stadt das Münchner Lesefest, das ebenfalls von der Stiftung der Stadtsparkasse München unterstützt wurde. Zum 850. Geburtstag der Stadt im Jahr 2008 hatten prominente Vorleser wie Oberbürgermeister Christian Ude den Kindern auf unterhaltsame Weise Wissenswertes zur Stadtgeschichte vermittelt.
„Die Kinder- und Jugendstiftung steht unter dem Motto ‚Für das Lächeln unserer Stadt’. Wenn wir es schaffen, den kleinen Münchnerinnen und Münchnern einen Grund zum Lächeln zu geben, haben wir unser Ziel erreicht“, erklärt Strötgen die Motivation der Stiftung.

Das Stiftungskuratorium berät den Stiftungsvorstand zweimal jährlich bei der Auswahl der förderwürdigen Vorhaben. Dem Kuratorium gehören folgende Mitglieder an:
Marion Glück-Levi (Vorsitzende), Leiterin der Abteilung „Bildungsprojekte“, Bayerischer Rundfunk
Erich Blume, ehem. Direktor des Arbeitsamtes München
Prof. Dr. Peter Emmerich, ehem. ärztlicher Direktor der Kinder und Poliklinik der TU München
Fraua Ferlemann, Redakteurin, Bayerisches Fernsehen
Jana Frädrich, Kinderbeauftragte der Landeshauptstadt München
Prof. Dr. Tilo Klöck, Fachhochschule München, Fachbereich Sozialwesen
Stefanie Kuffler, Gemälderestauratorin
Dagmar Kusche, Medienberaterin
Karl Schermann, Chefredakteur Münchner Merkur
Rudolf Spindler, Geschäftsführer der Magazin Verlagsgesellschaft Süddeutsche Zeitung mbH

Bildunterschriften (Fotos von links nach rechts):
Kinder bewegen
Die bislang größte Einzelförderung der Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse München ist „Kinder bewegen“. 16 Kindertagesstätten wurden seit 2004 nach und nach mit einem speziellen „Starterkit“ ausgestattet. Dieses Paket enthält verschiedene Sport- und Bewegungsgeräte, die die vorhandenen Räume in wenigen Handgriffen zum Klettern, Schaukeln und Toben verwandeln.

Kinderuni
Weit über 10.000 „Jungakademiker“ haben an den von der „KinderUni“ organisierten Vorlesungen und Veranstaltungen für Kinder ab acht Jahren an allen Münchner Universitäten und Hochschulen teilgenommen.

Lesefest
Oberbürgermeister Christian Ude liest vor 70 Schulklassen beim Lesefest auf dem Marienplatz, das die Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse München unterstützt hat.

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