HypoVereinsbank unterstützt Münchner Integrationsprojekte – Unidea-UniCredit-Stiftung stellt 400.000 Euro und ihre Expertise zur Verfügung

HypoVereinsbank unterstützt Münchner Integrationsprojekte – Unidea-UniCredit-Stiftung stellt 400.000 Euro und ihre Expertise zur Verfügung
Die HypoVereinsbank unterstützt die Münchener Integrationsprojekte Early Childhood Education und buntkicktgut mit einer Summe von 400.000 Euro, die die Unidea-UniCredit Stiftung zur Verfügung stellt. Das Projekt Early Childhood Education bietet Sprachförderung für Kinder, deren Eltern Integrationskurse besuchen. Die HypoVereinsbank und die Unidea fördern diese Initiative mit einer Summe von 305.000 Euro. Mit einer Spende von 95.000 Euro wird das Projekt buntkicktgut, eine interkulturelle Straßenfußballliga für Kinder und Jugendliche unterstützt. Die Unidea, die Unternehmensstiftung der UniCredit Group, engagiert sich für soziale
Projekte. Dabei widmet sie sich jährlich wechselnden sozialgesell-schaftlichen Themen und stellt die Gelder und ihre Expertise den Töchtern der UniCredit Group zur Förderung entsprechender
Projekte zur Verfügung. Über das finanzielle Engagement hinaus, fördert die HypoVereinsbank Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich in den Projekten einbringen wollen.

Oberbürgermeister Christian Ude: „Ich freue mich über die Unterstützung für das bekannte Münchner Fußballprojekt buntkicktgut und das ganz neue Projekt Early Childhood Education. In München leben Menschen aus über 180 Nationen. Ziel des städtischen
Integrationskonzeptes ist es, allen Menschen den gleichen Zugang zu Arbeit und Bildung zu geben. Das Geld für die Projekte fördert die Qualität der Kinderbetreuung in den Integrationskursen. Das verbessert ihre Bildungschancen, denn die Kinder werden nicht nur betreut, sondern schon vor Schulbeginn mit Hilfe des geschulten Personals sprachlich gefördert.“

Dr. Theodor Weimer, Vorstandssprecher der HypoVereinsbank, sagt: “Die HypoVereinsbank steht als Teil der Unicredit-Gruppe für ein wirtschaftliches und kulturelles Zusammenwachsen in Europa. Kindern - egal welcher Herkunft - gehört die Zukunft in unserem Land und an unserem Heimatstandort München. Wir sind davon überzeugt, dass sich jedes Investment in unsere Kinder für nach-folgende Generationen auszahlt. Mit unserer Spende möchten wir einen Beitrag für eine noch bessere Zukunft Münchens leisten.”

Die Unidea-UniCredit Stiftung ist eine private Stiftung, die von der UniCredit im März 2003 gegründet wurde. Ihr Ziel ist die
Planung und Durchführung von Hilfsprojekten. Unidea leistet für medizinische sowie für Hilfsprojekte im Bildungs- und Umweltschutzbereich sowohl soziale als auch humanitäre Hilfe. Das
“Migrationsprogramm” wurde von der UniCredit Group ins Leben gerufen mit dem Ziel, das Bewusstsein für Menschen mit Migrationshintergrund und deren Problematiken zu schärfen − eines der brisantesten Themen unserer Zeit. Migration spielt gerade vor dem Hintergrund der Unternehmensintegration eines großen multinationalen Konzerns, wie der UniCredit Group, sowie nicht zuletzt auch bei der zunehmenden weltweiten Globalisierung eine
wichtige Rolle.

Early Childhood Education ist neuer Baustein in den Integrationskursen. In München gibt es an 92 Standorten Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten, die bei Bedarf auch Kinderbetreuung anbieten. Im Jahr 2007 wurden 467 Kinder im Alter von 0 bis fünf Jahren betreut, während ihre Mütter oder Väter Deutsch lernten. Mit der Spende der HypoVereinsbank werden die Kinder künftig auch sprachlich gefördert. Die Ergebnisse von Pisa und anderen Studien haben immer wieder gezeigt, wie benachteiligt Kinder mit Migrationshintergrund im Bildungssystem sind. In München haben mittlerweile über 50 Prozent der Kinder von 0 bis sechs Jahren einen Migrationshintergrund. Mehr als die Hälfte der Kinder, die in die Schule kommen, brauchen Sprachförderung. Mangelnde Sprachkompetenz trägt auch dazu bei, dass zwanzig Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Haupt-schule ohne Abschluss verlassen.
Von Early Childhood Education profitieren auch die Kinderbetreue-rinnen und -betreuer. Sie haben oft selbst Migrationshintergrund und eine pädagogische Ausbildung, die in Deutschland nicht aner-kannt wird. Sie werden über Early Childhood Education für frühe Sprachförderung qualifiziert und haben damit Chancen, länger-fristig in den Erzieherinnenberuf einsteigen zu können. Early Childhood Education wird unter der Federführung der Stelle für Interkulturelle Arbeit und der Abteilung Kindertagesbetreuung im Sozialreferat nun drei Jahre lang an zwanzig Standorten von Inte-grationskursen erprobt und auch wissenschaftlich ausgewertet. Danach könnte das Münchner Modell bundesweit Schule machen.

buntkicktgut setzt sich seit 1997 für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ein. In einer kontinuierlichen Straßenfußball-Liga erleben sie gemeinsam mit deutschen Kindern und Jugendlichen im sportlichen Spiel, dass gegenseitige Toleranz und Fairness Voraussetzungen für ein friedliches und funktionierendes Miteinander sind. Völkerverständigung wird bei buntkicktgut gelebt. Für seinen beispielhaften Erfolg ist buntkicktgut mehrfach prämiert worden: Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude über-reichte dem Projekt für seinen engagierten Einsatz gegen Frem-denfeindlichkeit und Gewalt im Jahr 2000 den Förderpreis „Münchner Lichtblicke“. 2002 wurde buntkicktgut von Bundespräsident Johannes Rau mit einem ersten Preis im Integrationswettbewerb geehrt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Mercedes-Benz haben an buntkicktgut 2007 ihren neu geschaffe-nen „Integrationspreis“ verliehen. Schirmherr von buntkicktgut ist Torhüter-Legende Oliver Kahn.

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