DekaBank.de Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2008

DekaBank: Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2008

* Trotz Finanzmarktkrise wirtschaftliches Ergebnis von plus 167,9 Mio. Euro
* DekaBank wird Eigentümern unveränderte Dividende vorschlagen
* Geschäftsmodell hat sich in äußerst schwieriger Zeit als robust erwiesen
* Kernkapitalquote auf über 10 Prozent gestiegen

Der DekaBank-Konzern schließt das Jahr 2008 trotz globaler Finanzmarktkrise mit einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis in Höhe von rund 168 Mio. Euro ab. Das wirtschaftliche Ergebnis ist die zentrale Steuerungs- und Erfolgsgröße des Konzerns. Sie beinhaltet neben dem IFRS-Ergebnis vor Steuern auch das nicht erfolgswirksame Bewertungsergebnis von Finanzinstrumenten und damit alle zur Beurteilung der ökonomischen Ertragslage relevanten Ergebniskomponenten. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise haben hier zu einem Rückgang gegenüber 2007 um rund 67 Prozent geführt. Ertragsmindernd wirkten sich notwendige Kursabschläge bei Kreditkapitalmarktprodukten und eine höhere Risikovorsorge aus. Damit ist für sämtliche Risiken adäquat Vorsorge getroffen. Zudem führte die Verringerung der Assets under Management zu einem leicht geringeren Provisionsergebnis.

Vorstandsvorsitzender Franz S. Waas, Ph.D.: “Das Gesamtergebnis zeigt erstens, dass wir durch unseren integrierten Ansatz aus Fonds- und Kapitalmarktgeschäft auch in einer wirtschaftlichen Extremsituation unsere Risiken aus eigener Kraft und ohne staatliche Hilfe steuern können. Und zweitens sind wir dadurch auf der Produktseite in der Lage, schnell auf die veränderten Anlagewünsche der Sparkassen-Kunden zu reagieren. So konnten wir auch im vergangenen Jahr immer noch einen positiven Fondsabsatz verbuchen.” Dank der hervorragenden Vertriebsleistung der Sparkassen lag der Direktabsatz bei den Publikumsfonds im Jahr 2008 bei rund 48 Mrd. Euro und damit nahezu auf Vorjahresniveau
(49 Mrd. Euro).

Netto litt der Fondsabsatz dennoch unter den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bis Ende September bewegte sich die Nettovertriebsleistung von Publikums- und Spezialfonds mit +9,4 Mrd. Euro noch im üblichen Rahmen. Durch marktbedingt starke Abflüsse im vierten Quartal reduzierte sie sich für das Gesamtjahr auf +1,9 Mrd. Euro (im Vorjahr +12,4 Mrd. Euro). Die Assets under Management verringerten sich aufgrund der Kapitalmarktentwicklung um 13,8 Prozent auf 142,5 Mrd. Euro (165,2 Mrd. Euro).

Während das Provisionsergebnis, das nach wie vor den größten Anteil an den Erträgen ausmacht, im Vergleich zum Vorjahr nur um 2,6 Prozent (von 984,5 Mio. Euro auf 958,5 Mio. Euro) abnahm, hat sich das Zinsergebnis nahezu verdoppelt (von 203,0 Mio. auf 390,6 Mio. Euro). Auch das Finanzergebnis, das die Trading- und Non-Trading-Positionen umfasst, verbesserte sich von -169,9 Mio. Euro im Vorjahr auf rund -20 Mio. Euro. Zwar beliefen sich die aufgrund der Finanzmarktkrise notwendigen Kursabschläge bei Kreditkapitalmarkt- und Wertpapierprodukten auf rund -580 Mio. Euro. Dafür haben vor allem das Repo-/Leihegeschäft sowie ein deutlich positives Bewertungsergebnis aus der Anlage der freien Liquidität zu erheblich verbesserten Erträgen geführt, wie die Steigerung des Ergebnisses aus Trading-Positionen (502,6 Mio. Euro) zeigt. Für ein Island-Engagement in Höhe von rund 500 Mio. Euro wurde Risikovorsorge in Höhe von 167 Mio. Euro gebildet. Die Aufwendungen erhöhten sich um 15,6 Prozent auf 808,9 Mio. Euro (699,5 Mio. Euro). Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in die Infrastruktur zur Zukunftssicherung der Bank und der Anpassung von Geschäftsprozessen an veränderte Rahmenbedingungen.

Die DekaBank wird ihren Eigentümern, den Sparkassen und Landesbanken, vorschlagen, für 2008 eine unveränderte Dividende auszuschütten. “Das ist in der Finanzbranche derzeit keine Selbstverständlichkeit”, so Franz Waas. Zur Solidität und Stabilität der DekaBank gehört auch, dass sich die Kernkapitalquote des zentralen Asset Managers der Sparkassen-Finanzgruppe von 8,5 Prozent Ende 2007 auf jetzt 10,5 Prozent erhöht hat. Darüber hinaus verfügt die DekaBank weiterhin über ausreichende Liquidität.

Für das Geschäftsjahr 2009 ist Waas zurückhaltend: “Die Zuflüsse im Dezember und Januar haben gezeigt, dass die Anleger wieder investieren. Das ist ein gutes Zeichen. Aber die gesamte Finanzbranche steht weiterhin vor nicht gekannten Herausforderungen. Das macht eine seriöse Prognose zur Zeit nicht möglich.”

Die Bilanzpressekonferenz des DekaBank-Konzerns findet am 25. März 2009 in Frankfurt am Main statt.

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