„Nicht ohne Menschen“ – Emil Nolde in der NORD/LB art gallery

„Nicht ohne Menschen“ – Emil Nolde in der NORD/LB art gallery

Vom 26. Februar bis zum 12. April 2009 zeigt die NORD/LB art gallery in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover lange nicht gezeigte Arbeiten Emil Noldes. Das Museum besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen mit Werken des Künstlers.

Emil Nolde (1867 – 1956) gilt als einer der führenden Maler des Expressionismus. Seine farbintensiven Bilder mit ihrem klaren Bildaufbau stehen exemplarisch für die Kunst der klassischen Moderne. Farbe und Form bringen die unmittelbar erlebte Wirklichkeit und damit das subjektive Empfinden des Künstlers zum Ausdruck. Daneben steht das Leben Noldes auch für ein tragisches Künstlerschicksal: erst spät kann er das Studium der Malerei beginnen, als Künstler fühlt er sich keiner Gruppierung seiner Zeit zugehörig. Die Nationalsozialisten erklären ihn zum „entarteten“ Künstler, beschlagnahmen über 1000 seiner Werke und erteilen ihm 1941 ein Mal- und Ausstellungsverbot. Nach dem Krieg erhält Emil Nolde zahlreiche Ehrungen und nimmt an vielen Ausstellungen – etwa der ersten documenta – teil. Die Nolde Stiftung in Seebüll, die er noch zu Lebzeiten initiiert hat, ist sein künstlerisches Vermächtnis.

Die Schau „Nicht ohne Menschen“ legt den Fokus auf die menschliche Figur im Schaffen Noldes: als ganze Figur, in Gruppen, die Zweisamkeit von Mann und Frau – in unterschiedlichen Variationen sucht Nolde einen allgemeingültigen Typ, nicht das genaue Abbild. Neben seinen von ausdrucksstarken Farben bestimmten Aquarellen steht das herausragende druckgraphische Werk, das ihn als einen der führenden und innovativen Grafiker des Expressionismus ausweist.

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