Zwei neue Lebensspender gefunden: Mitarbeiter der Debeka aus Koblenz spendeten Stammzellen

Zwei neue Lebensspender gefunden: Mitarbeiter der Debeka aus Koblenz spendeten Stammzellen

Mit ihrem vorbildlichen Einsatz konnten zwei weitere Knochenmarkspender, die bei der Debeka in Koblenz beschäftigt sind, die Überlebenschancen für Leukämiepatienten verbessern. Aus diesem Grund überreichten ihnen am 4. März 2009 die Debeka-Vorstände Thomas Brahm (2. v. l.) und Dirk Botzem (2. v. r.) zusammen mit Heike Jungbluth (Mitte) von der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH feierlich eine Spenderurkunde der DKMS und würdigten das außergewöhnliche Engagement der beiden Angestellten. Kirsten Günster (rechts) hatte sich im Rahmen einer Debeka-Aktion in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Sie konnte im Dezember 2008 für eine Patientin aus England Stammzellen spenden. Dirk Lescher (links) hatte sich in einer öffentlichen Aktion in Ulmen typisieren lassen. Er spendete bereits im Jahr 2007 Stammzellen an eine 43-jährige Frau aus Polen. Insgesamt haben damit bereits fünf Mitarbeiter der Debeka aus dem gesamten Bundesgebiet Menschen mit einer Knochenmarkspende helfen können.

Knochenmarkspender

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie – darunter auch häufig Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Daher ließ sich auch Dirk Lescher in die DKMS aufnehmen. „Wenn man helfen kann, sollte man das auch tun“, glaubt der Debeka-Mitarbeiter. „Als ich dann tatsächlich helfen konnte, war ich sehr froh. Es ist ein gutes Gefühl, neues Leben zu ermöglichen.”

Bei Kirsten Günster dauerte es rund vier Jahre, bis die Nachricht kam, dass sie der „genetische Zwilling“ eines Leukämiepatienten sei. „Ich hatte mich damals gefragt, was wohl wäre, wenn bei mir Leukämie festgestellt werden würde”, erzählt sie. „Als ich dann 2008 die Nachricht bekam, dass ich helfen könne, hatte ich keine Zweifel, dass ich es machen werde. Es hat mich sehr froh gemacht, etwas Gutes tun zu können.”

Die Debeka-Gruppe war bereits im Jahr 2004 im Rahmen eines Aufrufs mit der Bitte an ihre Belegschaft herangetreten, sich typisieren zu lassen. Fast 300 Beschäftigte ließen sich daraufhin testen und in die Knochenmarkspenderdatei eintragen. Über das besondere Engagement der Debeka-Mitarbeiter hinaus hatte die Unternehmensgruppe die Typisierungsaktionen auch finanziell unterstützt. In einer weiteren Aktion, die Mitte Februar stattgefunden hat, kamen weitere 200 Angestellte hinzu.

Mit mehr als 1,8 Millionen registrierten potenziellen Stammzellspendern ist die DKMS die größte Spenderdatei weltweit und vermittelt täglich mindestens acht Stammzell- oder Knochenmarkspenden. Trotz dieser positiven Entwicklung kann noch immer für jeden fünften Patienten kein Spender gefunden werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in die Datei aufnehmen lassen. Mitmachen kann jeder, der zwischen 18 und 55 Jahren alt und gesund ist.

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