Provinzial sorgt mit 20.000 Rauchmeldern für mehr Sicherheit

Provinzial sorgt mit 20.000 Rauchmeldern für mehr Sicherheit

Die gute Nachricht: Immer mehr Häuser sind mit Rauchmeldern ausgestattet – die Zahl der Menschen, die durch Brände sterben, ist rückläufig. “Bundesweit haben ein Drittel aller privaten Haushalte Rauchmelder installiert, das ist toll! Aber es bedeutet auch, bei zwei Drittel aller Haushalte fehlen die kleinen Lebensretter unter der Decke”, mahnt Matthew Wilby, Vorstandsmitglied der Provinzial Nord. “Das wollen wir mit unserer Aktion schnell ändern.” Mit 20.000 kostenlosen Rauchmeldern für die Gebäudekunden soll am 13. März in den Agenturen der Provinzial ein Anstoß zur zügigen Installation gegeben werden.

Anlass ist der bundesweite Rauchmeldertag am 13. März, den die Provinzial zum speziellen Beratungstag in den 260 Agenturen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern macht. Die Argumente sind einfach: Von den bundesweit 460 Brandtoten wurden die meisten nachts vom Feuer überrascht. Grund für den Tod ist oft nicht das Feuer selbst, sondern eine Rauchvergiftung. “Der Geruchssinn ist im Schlaf ausgeschaltet. Niemand kann sich darauf verlassen, von allein wach zu werden”, erklärt Schadenverhütungsexperte Jörg Taube von der Provinzial. “Da sind Rauchmelder unverzichtbar, denn sie wecken laut und zuverlässig.”

In Neu- und Umbauten ist die Ausrüstung in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg bereits Pflicht. Bestehende Wohnungen müssen nachgerüstet werden. In Mecklenburg-Vorpommern bis Ende 2009 in den beiden anderen Bundesländern bis Ende 2010. Doch Matthew Wilby weiß: “Jeder Tag früher, an dem Rauchmelder installiert werden, ist ein Tag mehr Sicherheit. Unabhängig von den gesetzlichen Vorschriften sollte jeder schon jetzt Rauchmelder installieren.” Deshalb will die Provinzial jetzt die Sicherheit in den Häusern ihrer Kunden mit 20.000 Rauchmeldern erhöhen. “Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Beim Beratungstag in unseren Agenturen bekommt jeder Gebäudekunde neben vielen Tipps auch einen Rauchmelder geschenkt.”, sagt Wilby. Das sei ein Anreiz, gleich auch alle anderen Räume mit den Lebensrettern auszustatten.
Im bundesweiten Vergleich lag Schleswig-Holstein bei den installierten Rauchmeldern 2006 mit 32 Prozent auf Platz zwei, hinter dem Saarland in dem 55 Prozent aller Privathaushalte Rauchmelder installiert haben. In Hamburg waren 27 Prozent der Haushalte versorgt. Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sind mit 16 Prozent installierter Geräte das Schlusslicht im Bundesvergleich. Interessant ist: Elf Prozent der Schleswig-Holsteiner haben zwar Rauchmelder, diese aber nicht installiert. In Mecklenburg-Vorpommern waren es acht Prozent, in Hamburg noch sechs Prozent.

“Die Lebensretter kosten nur ein paar Euro und die Installation ist unkompliziert”, räumt Taube mit den größten Vorurteilen auf, die vom Einbau abschrecken. Wie viele Geräte man benötigt, hängt von der Größe der Wohnung ab. “Rauchmelder müssen in Schlafräumen, Kinderzimmern und in Fluren sowie Treppenhäusern, die als Fluchtweg dienen, angebracht werden. In Küche und Bad hingegen sind sie nicht empfehlenswert. Hier können Dämpfe einen Fehlalarm auslösen”, sagt der Experte. “Für die Nachrüstung eignen sich am besten batteriebetriebene Rauchmelder.” Die Gerätevielfalt ist groß. Neben Geräten, die mit Standardbatterien funktionieren, die rund ein Jahr halten, gibt es auch solche mit Langzeitbatterien, die zehn Jahre überstehen. “Beim Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Geräte den Aufkleber (VdS) tragen und somit von der Schadenverhütung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft anerkannt sind”, empfiehlt Taube. Wer beim Anbringen nicht bohren möchte, bekommt heute schon spezielle Rauchmelder, die einfach an die Decke geklebt werden können. “Das geht ruck zuck und macht noch nicht mal Dreck”, sagt der Experte.

Comments are closed.