WGZ BANK zum Konjunkturpaket I: Steuervorteile durch degressive Abschreibung

WGZ BANK zum Konjunkturpaket I: Steuervorteile durch degressive Abschreibung

● Zinsvorteil auf 2 bis 4,5 Prozent der Investitionssumme begrenzt
● Berechnungsmodell der Universität Münster

Die degressive Abschreibung für bewegliche Vermögensgegenstände wurde mit der Unternehmenssteuerreform ersatzlos gestrichen. Nun führt die Bundesregierung diese im Rahmen des Konjunkturpakets I zum 1. Januar 2009 mit einem Höchstsatz von 25% für zwei Jahre wieder ein. „Eine Entlastung – allerdings in überschaubarem Umfang“, so Uwe Berghaus, Leiter Firmenkunden der WGZ BANK. Eine in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Controlling der Universität Münster erstellte Berechnung zeigt, dass bezogen auf die Investitionssumme die Vorteile in der Regel auf 2% bis 4,5% begrenzt bleiben werden. Prof. Dr. Wolfgang Berens: „Wie sehr die nun wieder mögliche degressive Abschreibung den Unternehmen nutzt, hängt von unternehmensspezifischen Faktoren ab.“ Die degressive Abschreibung führt dazu, dass anfallende Steuern erst später gezahlt werden müssen. Die Zinsen auf das zwischenzeitlich verfügbare Kapital führen zu einem begrenzten Vorteil. Je länger die Nutzungsdauer und je höher der anzusetzende Zinssatz gewählt werden, desto positiver wirken die neuen Abschreibungsmöglichkeiten. Die Vorteile liegen dabei aber zumeist innerhalb der Schwankungsbreiten unternehmerischer Chancen und Risiken. Berghaus: „Sicher eine Verbesserung – dennoch werden Unternehmer aufgrund der neuen Regelung nicht vorschnell investieren, sondern nüchtern abwägen.“

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