NRW.BANK goes Berlin

NRW.BANK goes Berlin

Seit 2007 bietet die NRW.BANK mit der NRW.BANK.Filmfinanzierung ein neues Produkt an. Jetzt werden die ersten Filmprojekte bei der 59. Berlinale (05. – 15. Februar) präsentiert. Der Film „Hilde“ über das Leben von Hildegard Knef mit Heike Makatsch in der Hauptrolle wird als Berlinale Special laufen. Der Film „Vaterspiel“ feiert seine Premiere in der Sektion Panorama.

„Die NRW.BANK hat sich zum Ziel gesetzt, dem Produktionsstandort NRW durch Bereitstellung innovativer Kreditprodukte weitere Impulse zu geben. Dabei ist uns der NRW-Bezug wichtig. Entweder die Filmgesellschaft hat ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen oder der Film wird in unserem Bundesland realisiert“, sagt Ernst Gerlach, Vorstand der NRW.BANK.

Andreas Krautscheid, Minister für Europa, Bundesangelegenheiten und Medien erklärt: „In Nordrhein-Westfalen befinden sich nicht nur die größten und modernsten Filmstudios Europas. Produzenten können auch von Fördermitteln der Filmstiftung NRW und dem Finanzierungsangebot der NRW.BANK profitieren. Damit sind die Voraussetzungen in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, um international erfolgreiche Filme zu produzieren.”

Etwa 200 Anfragen für die NRW.BANK.Filmfinanzierung sind seit Juli 2007 bei der NRW.BANK eingegangen. Neun Filme bekamen bis Ende 2008 eine Zusage. Sie wurden mit insgesamt 9,5 Millionen Euro finanziert.

„Wir sind stolz, dass unser neues Produkt so gut angenommen wird“, sagt Markus Röhle, in der NRW.BANK für die Filmfinanzierung zuständig. „Die hohe Nachfrage resultiert aus der Art dieser so genannten Gap-Finanzierung, mit der künftige Erlöse aus der Vermarktung des Films vorfinanziert werden.“
Im Gegensatz zum internationalen Bankenmarkt würden solche Finanzierungen in Deutschland kaum angeboten, insofern verfüge NRW hier über ein echtes Alleinstellungsmerkmal, so Röhle weiter.

NRW.BANK setzt auf Erfolg im Ausland
Den Schwerpunkt setzt die NRW.BANK ganz klar auf international vermarktbare Produktionen. „Dazu muss ein Film aber kein Blockbuster sein“, sagt Röhle. Wichtig sei, dass die Produktion internationale Maßstäbe erfüllt und der Stoff weltweit interessant sei, so Röhle weiter.

Neben „Hilde“ und „Vaterspiel“ hat die NRW.BANK auch weitere Filmprojekte finanziert. „Within the Whirlwind“ mit Emily Watson in der Hauptrolle ist ein Film, der vom Leben der russischen Schriftstellerin Evgenia Ginzburg handelt, die in den 30er Jahren in einem sibirischen Gulag zehn Jahre lang gefangen gehalten wurde. „Das ist der erste Film, der sich diesem Teil der russischen Geschichte widmet“, weiß Markus Röhle, „und ein Film von internationalem Format.“

Das gilt auch für die Produktion „Desert Flower“. Der Film basiert auf der Autobiographie „Wüstenblume“ von Waris Dirie, von der weltweit über 11 Millionen Exemplare verkauft wurden. Beide Filme wurden teilweise im Ausland und in NRW in englischer Sprache und mit einer internationalen Besetzung und Crew gedreht.

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